Obere Endosonographie (EUS) – Präzise Diagnostik für Bauchspeicheldrüse, Gallenwege und Leber

Gallenwege

Die Endosonographie oder endoskopischer Ultraschall verbindet zwei bewährte Verfahren: Endoskopie und hochauflösenden Ultraschall. Dadurch lassen sich Strukturen darstellen, die mit herkömmlicher Sonographie oder Schnittbildverfahren oft nur eingeschränkt beurteilbar sind.
Gerade im Bereich der Bauchspeicheldrüse, Gallenwege und Leber ermöglicht der endoskopische Ultraschall eine besonders präzise Diagnostik – häufig bereits in frühen Krankheitsstadien.

Vorteile der Endosonographie bei hepatopankreatikobiliären Erkrankungen

Die Endosonographie bietet entscheidende Vorteile gegenüber anderen Verfahren:

  • Sehr hohe Auflösung durch direkte Nähe zum Organ
  • Früherkennung kleiner Läsionen, z. B. in der BauchspeicheldrüseDifferenzierung von Zysten und Tumoren
  • Exakte Beurteilung der Gallenwege (z. B. bei unklaren Laborveränderungen)
  • Keine Strahlenbelastung im Gegensatz zur CT
  • Möglichkeit zur gezielten Gewebegewinnung (Feinnadelpunktion) und Gewebebeurteilung mittels Kontrastmittel bei Bedarf

Gerade bei unklaren Befunden in CT oder MRT kann die Endosonographie häufig die entscheidende Klärung bringen.

GastroNiederrhein

Ablauf der Untersuchung

Die obere Endosonographie wird ähnlich wie eine Magenspiegelung durchgeführt:

  • Einführung eines flexiblen Endoskops über den Mund
  • Vorschub durch Speiseröhre zum Magen und Zwölffingerdarm
  • Ultraschalluntersuchung direkt aus dem Körperinneren

Wichtig für Sie:

  • Die Untersuchung ist in der Regel kurz und gut verträglich
  • Sie erfolgt in Sedierung („Schlafspritze“, sie schlafen komplett während der Untersuchung)
  • Es entsteht keine Strahlenbelastung
  • Eine besondere Vorbereitung ist außer Nüchternheit am Untersuchungstag nicht notwendig
  • Sie können die Praxis am selben Tag wieder verlassen

Typische Fragestellungen für eine Endosonographie

Die Endosonographie kommt insbesondere bei folgenden Fragestellungen zum Einsatz:

  • Zysten der Bauchspeicheldrüse (z. B. IPMN - intraduktal papillär-muzinöse Neoplasie)
  • Unklare Raumforderungen im Pankreas
  • Abklärung von Gallensteinen im Gallengang
  • Verdacht auf stattgehabten Steinabgang
  • Unklare Erweiterung der Gallenwege
  • Chronische oder akute Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
  • Unklare Prozesse der Gallenblase

Sie ist häufig das entscheidende Bindeglied zwischen Sonographie, MRT und ERCP.

Endosonographie (EUS) Untersuchung
Obere Endosonographie EUS

Meine Expertise

Die Endosonographie zählt zu den anspruchsvollsten Untersuchungsverfahren der Gastroenterologie. Neben moderner Technik sind vor allem Erfahrung und eine regelmäßige Durchführung entscheidend für die sichere Beurteilung komplexer Befunde.

  • Langjährige Tätigkeit als interventioneller Endoskopiker an universitären Zentren
  • Über 4 Jahre Leitung der Endoskopie am Universitätsklinikum Jena
  • 1 ½ Jahre stellvertretender Leiter der Endoskopie am Universitätsklinikum Essen

Mein Fokus liegt auf einer präzisen Diagnostik und einer klaren, klinisch relevanten Einordnung der Befunde – sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für zuweisende Kolleginnen und Kollegen.

Für Zuweiserinnen und Zuweiser

Gerne unterstütze ich Sie bei der Abklärung von Fragestellungen im pankreatikobiliären Bereich.

  • Zeitnahe Terminvergabe
  • Strukturierte Befundübermittlung (KIM / Arztbrief)
  • Klare diagnostische und therapeutische Empfehlung

Ein kollegialer Austausch ist jederzeit willkommen.

Kontakt & Terminvereinbarung

Wenn bei Ihnen eine Zyste der Bauchspeicheldrüse festgestellt wurde oder ein unklarer Befund im Bereich der Gallenwege oder des Pankreas vorliegt, kann eine Endosonographie helfen, schnell Klarheit zu schaffen. Kontaktieren Sie uns gerne.

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